Schloss Altenburg

Im Jahr 2011 fand ein Staffellauf von Alsfeld zur Zugspitze (LAZ) statt. Die damaligen Teilnehmer haben sich immer wieder gerne an dieses großartige Gemeinschaftserlebnis erinnert. Genauso oft kam auch der Gedanke auf, etwas Vergleichbares durchzuführen. Ein Ziel war schnell gefunden: Nach dem höchsten Punkt Deutschlands, der Zugspitze, sollte es zum nördlichsten Punkt Deutschlands gehen. Dieser liegt am Ellenbogen bei List auf der Insel Sylt. Es fehlte aber an der Energie, in die Organisation und Planung einzusteigen. Anfang 2025 fiel dann eine Entscheidung: Entweder wir gehen es jetzt an, oder wir lassen es für immer sein.

Daraufhin wurde in der heimischen Läuferszene über die Lauftreffs beim TSV Lingelbach, dem SV Altenburg, dem TV Brauerschwend und dem SV Ehringshausen das Interesse an einem gemeinsamen Staffellauf in Erfahrung gebracht. Schnell haben fast 40 Läuferinnen und Läufer ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme erklärt. Das waren genügend potenzielle Teilnehmer, um mit den Planungen zu beginnen.

Organisations-Team

Zunächst wurde ein achtköpfiges Orga-Team zusammengestellt, das sich um die vielfältigen Aufgaben im Vorfeld und während des Laufs gekümmert hat. Das Orga-Team bestand aus:

Axel Wiederstein und Reiner Kreuter     –     Streckenplanung und Roadbook
Frank Erdmann und Ralf Gischler          –     Fahrzeuge und Verpflegung
Gertrud Kreuter und Margot Gemmer    –     Unterkünfte und Finanzen
Jessy Lange und Marc Wingefeld          –     Öffentlichkeitsarbeit und Presse

Die erste Aufgabe bestand darin, eine Laufstrecke zu finden. Diese sollte weitestgehend abseits des Straßenverkehrs auf Radwegen verlaufen. Dies erleichtert die Orientierung, da man in der Regel einer vorhandenen Ausschilderung folgen kann. Die erste grobe Planung hat sich wie folgt ergeben: Von Alsfeld entlang des Schwalmradwegs bis Borken, von dort aus weiter auf den Radwegen entlang von Eder und Fulda bis Hannoversch-Münden. Ab Hannoversch-Münden führt der sich anbietende Weser-Radweg zu weit nach Westen. Es gibt aber einen Radweg, der teilweise auf einer alten Bahntrasse von Hannoversch-Münden nach Göttingen führt. Von dort weiter gen Norden über den Leine-Radweg bis nach Visselhövede. Ab dort musste erneut eine Lücke im Fernradwegenetz überbrückt werden, um bei Stade auf den Elberadweg und später den Nordseeküsten-Radweg zu kommen. Dieser wurde auf dem Teilstück von Glückstadt bis nach Meldorf genutzt. Ab dort verläuft der Nordseeküsten-Radweg zu weit im Westen. Also ging es ab Meldorf weiter auf regionalen Radwegen bis zu dem Punkt, wo der Hindenburgdamm das Festland verlässt, im Rickelsbüller Koog. Eine Überquerung des Hindenburgdammes zu Fuß ist nicht möglich. Somit musste die Strecke auf Sylt möglichst nahe an dem Punkt beginnen, wo der Hindenburgdamm auf die Insel übergeht. Das war eine kleine Ansiedlung am Morsuner Haff. Die restliche Strecke auf Sylt bis hinauf zum Ellenbogen war durch das gute Radwegenetz auf der Insel kein Problem.

Orga-Team
Das Orga-Team am Ziel (es fehlt Margot Gemmer)

Terminplanung

Wegen der Streckenlänge von ca. 650 Kilometer war schnell klar, dass für die Strecke sieben Etappen geplant werden müssen. Mit einem Rückreisetag war ein Zeitfenster von acht Tagen zu suchen. Klar war, dass der Lauf Ende Mai bzw. Anfang Juni stattfinden sollte. Dabei waren die feststehenden Termi-ne für den Schlosswaldlauf am 9. Mai und den Windmühlenlauf am 6. Juni zu berücksichtigen. Somit blieb nur die Woche vom 23. bis 30. Mai 2026 mit Start am Pfingstsamstag.

Übernachtungen

Nachdem die Strecke grob festgelegt war, galt es, geeignete Unterkünfte zu finden. Diese mussten 15 Doppelzimmer an den festgelegten Tagen zu Verfügung haben und sollten möglichst nahe an der Laufstrecke liegen. Dank der Kenntnisse und Erfahrungen von Margot Gemmer waren schnell entsprechende Hotels gefunden und jeweils 15 Doppelzimmer verbindlich reserviert. Trotz der Zusage hat später jedoch das gebuchte Hotel in Freden die Reservierung widerrufen. Das war ärgerlich, denn genau bei diesem Hotel sollte die entsprechende Tagesetappe enden und am nächsten Morgen die nächste starten. Es nützte nichts, ein Ersatz musste her. Der konnte erfreulich schnell nur zehn Kilometer abseits der Strecke in Alfeld-Brunkensen gefunden werden. Wie sich später herausstellte, war das auch besser soll.

Transportmöglichkeiten

Aufgrund der Erfahrungen beim Zugspitzlauf sollte der Transport der Teilnehmer in Kleinbussen erfolgen. Außerdem wurde ein Pkw-Anhänger für Proviant, Fahrräder, drei Festzeltgarnituren usw. benötigt. Die Suche nach kostengünstigen Lösungen gestaltete sich etwas schwierig. Insbesondere haperte es bei den meisten angebotenen Kleinbussen an der erforderlichen Anhängerkupplung.
Nach dem Motto „Kommt Zeit, kommt Rat“ konnten aber auch diese Probleme gelöst werden. Die Firma Geno-Dienste hat uns einen Kleinbus samt Anhänger zur Verfügung gestellt. Ebenso hat uns das Toyota-Autohaus Geißler ihren Firmenbus und der TV Brauerschwend ihren Vereinsbus kostenlos überlassen. Ein besonderer Dank gilt diesen drei Sponsoren, ohne die wir den Syltlauf nicht hätten durchführen können.

Unsere drei Busse vor dem Start.

Staffelstab

Zu einem Staffellauf gehört ein Staffelstab, der von Etappe zu Etappe weitergereicht wird. Von Anfang an war klar, dass ein Staffelstab im klassischen Sinne nicht das richtige ist. Vielmehr sollte es wie beim Zugspitzlauf eine Plakette sein, die leichter getragen werden kann.

Ein erster grober Entwurf wurde vom Orga-Team verfeinert und zeigt das stilisierte „A“ für Alsfeld und daneben die Silhouette der Insel Sylt. Zur Stabilität der Plakette trägt im unteren Bereich die durch Wellen dargestellte Nordsee dar. Versehen mit einem entsprechenden Schriftzug am äußeren Rand war das endgültige Erscheinungsbild festgelegt.

Axel Wiederstein hat sich um die Fertigung der Plaketten aus Edelstahl durch eine metallverarbeitende Firma mittels CNC-Fräßtechnik gekümmert.

Outfit

Für ein einheitliches Erscheinungsbild sollten für alle Teilnehmer jeweils zwei Funktionsshirts bestellt werden. Aus Kostengründen wurde dabei auf das Sponsoringprogramm der Firma Prowin zurückgegriffen. Dort gab es unter anderem Nike-Laufshirts zu einem unschlagbaren Preis. Problem war nur, dass diese Laufshirts nicht vor der Bestellung anprobiert werden konnten. So war die Bestellung der richtigen Größen nicht ganz einfach. Letzten Endes hat aber jeder zwei passende Laufshirts gehabt. Passend zum Ziel im blauen Meer in der Farbe blau. Die Firma M+L Fashion hat die Laufshirts noch mit dem Symbol der Staffelplakette auf Vorder- und Rückseite versehen. Um die Beschaffung, Beflockung und Ausgabe der Shirts hat sich Frank Erdmann gekümmert.

Eine einheitlich gekleidete Gruppe fällt natürlich auf. Und so wurden wir an den Wechselpunkten öfters angesprochen, wer wir denn seien und was wir hier machen. Die meisten konnten sich so ein Vorhaben überhaupt nicht vorstellen, fanden es aber ganz toll und haben uns viel Erfolg gewünscht.

Infoveranstaltungen

Im Vorfeld des Syltlaufs gab es insgesamt drei Infoveranstaltungen. Bei der ersten Besprechung am 20. Juni 2025 ging es darum, die potenziellen Teilnehmer über den möglichen Ablauf und die zu erwartenden Kosten zu informieren. Dabei haben verschiedene Teilnehmer am Zugspitzlauf vom damaligen Ablauf berichtet und so Werbung für den Syltlauf betrieben. Nach dem Infoabend haben mehr Läuferinnen, Läufer und Walker ihre Bereitschaft zur Teilnahme erklärt, als wir mit den 26 Plätzen in den drei Kleinbussen an Kapazitäten hatten. Daher wurde eine Nachrückerliste erstellt. Das war auch gut so. Im Laufe der nächsten Monate gab es aus unterschiedlichen Gründen diverse Absagen. Letzten Endes konnten wir somit alle mitnehmen, die nachhaltig Interesse bekundet haben. Dazu kamen noch zwei Läuferinnen, die nicht die ganze Woche dabei sein konnten. Eine von den beiden ist am ersten Tag eine Etappe gelaufen und hat sich abends abholen lassen. Die andere ist nicht nur am ersten Tag, sondern auch am Morgen des zweiten Tages jeweils eine Etappe gelaufen. Sie wurde später von ihrer Familie abgeholt.

In zwei weiteren Infoveranstaltungen am 6. Februar 2026 und am 24. April 2026 wurden die Teilnehmer durch das Orga-Team über den jeweiligen Stand der Vorbereitungen unterrichtet. Jetzt standen die Teilnehmer auch endgültig fest. Mit fünfzehn Läufern, sieben Walkern, drei Radbegleitern und einer Fahrerin konnte der Syltlauf in die Tat umgesetzt werden.

Trotz dieser umfangreichen Informationen gab es bei einigen Teilnehmern Bedenken, ob das alles so funktioniert. Viele konnten sich das einfach nicht vorstellen. Dazu kamen noch die Zweifel, ob sie es persönlich schaffen werden, an sieben Tagen aufeinander folgend jeden Tag ca. zehn Kilometer zu laufen bzw. zu walken.

Für die Gemeinkosten (Übernachtung, Tagesverpflegung, Benzin etc.) wurden zwei Abschlagszahlungen angefordert. Die genaue Abrechnung erfolgte nach dem Syltlauf in einer weiteren Besprechung am 19. Juni 2026 durch Gertrud Kreuter. Positiv überrascht waren alle Teilnehmer, wie gut die Kalkulation aufgegangen ist. Es musste kein Betrag nachgefordert werden. Zum Abschluss ließ eine von Mark Wingefeld zusammengestellte Bilderschau das gemeinsame Erlebnis noch einmal Revue passieren. Diese wurde auch zum Austausch von Anekdoten während der gemeinsam verbrachten Woche genutzt.

Leistungsgruppen

Für die zeitliche Planung der einzelnen Etappen wurden die Teilnehmer in vier Leistungsgruppen eingeteilt. Dabei musste ein Tempo zugrunde gelegt werden, das von jedem Mitglied der Gruppe an sieben aufeinanderfolgenden Tagen gelaufen werden konnte. Schließlich war es kein Wettkampf, bei dem es um Bestzeiten geht, sondern alle sollten es genießen können. Für Gruppe I, die schnellsten, wurde jeder Kilometer mit 6:00 Minuten geplant. Für Gruppe II wurden 6:45 min/km und für Gruppe III 7:30 min/km angesetzt. Die Walker wurden mit 9:30 min/km berücksichtigt. Im Laufe der Woche sollten sich dann noch geringfügige Verschiebungen bei der Zusammensetzung der Leistungsgruppen ergeben.

Es sind immer wenigstens zwei Läufer bzw. Walker aus der gleichen Leistungsgruppe gemeinsam auf der Strecke. Dabei wurde darauf geachtet, dass innerhalb der Leistungsgruppen auch jeder mindestens einmal mit jedem anderen Mitglied seiner Gruppe gelaufen ist. Nicht zuletzt dadurch konnte man sich gegenseitig besser kennenlernen.

Streckenverlauf und Roadbook

Der zu Beginn der Planungen grob festgelegte Streckenverlauf wurde im Laufe der Zeit durch Axel Wiederstein und Reiner Kreuter überarbeitet und verfeinert, bis die endgültige Laufstrecke feststand. Durch die Lage der Hotels waren die Tagesetappen vorgegeben. Nun galt es noch die genauen Wechselpunkte festzulegen. Dabei wurde das Streckenprofil, die unterschiedlichen Leistungsstärken der Läuferpaare bzw. Walkinggruppen und die sich daraus ergebende Zeit für die einzelnen Teilabschnitte berücksichtigt. Schließlich mussten die Wechselpunkte auch mit wenigstens einem Kleinbus angefahren werden können, sollten aber auch Parkmöglichkeiten für ein oder zwei weitere Kleinbusse haben. Eine für Reiner Kreuter sehr umfangreiche und zeitaufwändige Arbeit, die sich aber später durch reibungslose Tagesabläufe bezahlt gemacht hat.

Das Ergebnis der Planungen wurde in einem Roadbook zusammengefasst. Dieses enthielt neben einer Übersichtskarte der Gesamtstrecke mit den markierten Übernachtungsorten für jeden Tag

  • Übersicht der Läuferpaare mit Etappenlänge und voraussichtlicher Startzeit
  • Tagesablaufplan mit Einteilung der Busse
  • Busfahrplan
  • Besetzung der Busse
  • Adressen der Wechselpunkte für die Navi-Geräte der Begleitfahrzeuge
  • Übersichtskarte mit den Wechselpunkten
  • Detailkarten für jeden Wechselpunkt

Außerdem enthält das Roadbook noch eine Liste aller Teilnehmer mit deren Telefonnummern und Hinweise auf Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Was ursprünglich lediglich als Deckblatt für das Roadbook gedacht war, wurde dann zu einem Plakat weiterentwickelt. Dabei haben wir auf KI-Unterstützung zurückgegriffen. Der erste Entwurf wurde immer weiter verfeinert und umgestaltet und neue Ideen integriert. An dieser Stelle muss die Geduld von Frank Erdmann erwähnt werden. Insbesondere der Slogan „Ein Team – Eine Strecke – Ein Ziel“ drückt das Gemeinschaftsgefühl für dieses Erlebnis aus.

In jedem Bus lag ein Dokumentenhefter mit dem ausgedruckten Roadbook. Auf den Seiten- und Heckscheiben waren Plakate angebracht, um Außenstehende über das Vorhaben zu informieren. Daneben hat jeder Teilnehmer ein Handout mit der Teilnehmerliste, einer Zusammenstellung der Startzeiten der Teilnehmer und für jeden Tag eine Übersicht der Läuferpaare und den Tagesablaufplan erhalten.

Radbegleitung

Damit die Läufer bzw. Walker unterwegs nicht noch nach der Strecke suchen müssen, werden sie von wenigstens einem Fahrradfahrer begleitet. Dieser hat den Streckenverlauf auf seinem Fahrrad-Navi und kann auf neuralgische Punkte hinweisen. Die Radbegleitung erfolgte durch Axel Wiederstein, Diana Krug und Sandra Erdmann.

Axel Wiederstein plante, die gesamte Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Diana Krug und Sandra Erdmann wollten sich die Strecke aufteilen und bei der Mittagsrast wechseln, so dass immer eine der beiden als Radbegleitung bei den Läufern war. Die andere hat in dieser Zeit einen der Busse gefahren. Der dritte Bus wurde abwechselnd von den Läufern bzw. Walkern gefahren.

In der Praxis hat sich dann ergeben, dass Axel ein Stück vor den Läufern gefahren ist, damit diese den weiteren Verlauf ihrer Etappe direkt vor Augen hatten. Sandra bzw. Diana sind hinter den Läufern gefahren. Dadurch konnten sie auf von hinten nahende Radfahrer aufmerksam machen. Außerdem haben Sie Getränke für die Läufer mitgeführt – gerade bei den hohen Temperaturen ab dem späten Vormittag ein gerne in Anspruch genommener Service.

Verpflegung

Eine besondere Herausforderung stellte die Verpflegung, insbesondere die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit dar. Im Vorfeld wurde bereits eine große Einkaufsliste erstellt. Von Brot/Brötchen, Wurst und Käse über Tomaten, Gurken, Eier usw. bis hin zur Küchenrolle und Toilettenpapier musste gesorgt werden. Die Liste wurde immer länger und Ralf Gischler und Frank Erdmann hatten alle Hände voll zu tun, die Einkäufe zu erledigen. Von der Menge her musste bedacht werden, dass wegen des Pfingstwochenendes die Geschäfte auch am Montag geschlossen sein werden.

Insbesondere über die Menge an Getränken, vorwiegend Mineralwasser, Apfelschorle und isotonische Getränke, waren die Teilnehmer überrascht, als es am Freitag vor dem Start darum ging, alles in die drei Busse und den Anhänger zu verladen. Hinzu kamen noch drei Zeltgarnituren für die Mittagsrast und ein kleiner Holzkohlegrill. Letztlich hat alles seinen Platz gefunden, wenn dazu auch ein Teil der Fußräume und der Platz unter den Sitzbänken genutzt werden musste.

Die großzügig geplante Menge an Getränken hat sich dann im Hinblick auf die sehr hohen Temperaturen als vorteilhaft erwiesen. So konnten am Dienstagvormittag bereits 235 leere Flaschen über den Pfandautomaten entsorgt werden. Natürlich wurden auch entsprechende Mengen neu gekauft.

Für den Einkauf unter der Woche war im Übrigen immer die Besatzung des Busses zuständig, der vormittags nicht zum Laufen eingeteilt war. Neben den Einkäufen bestand für diese Teilnehmer auch die Aufgabe, die Mittagsrast am vorgesehene Wechselpunkt vorzubereiten.

Öffentlichkeitsarbeit

Beim Zugspitzlauf gab es an jedem Werktag einen Bericht mit Bild in der Oberhessischen Zeitung. Dieser enorme Aufwand sollte diesmal nicht betrieben werden. Vielmehr sollte der Hauptteil der Berichterstattung über die sozialen Medien in Instagram und Facebook erfolgen. Dafür waren Jessy Lange und Marc Wingefeld zuständig. Sie haben die interessierten Beobachter immer aktuell bei unserem Erlebnis mitgenommen und in lockerem Stil über die Tage berichtet. Unterstützt wurden sie dabei durch Lena Fischer, die morgens die Willkommensseite für den neuen Lauftag gestaltet hat.

Immer höher steigende Followerzahlen auf den Accounts des TSV Lingelbach und des Lauftreff Altenburg zeigen den gelungenen Auftritt, mit dem ein großes Interesse geweckt wurde. Es war schon erstaunlich, von wieviel Personen die Teilnehmer des Syltlaufs später darauf angesprochen haben.

Damit den beiden eine Auswahl an Bildern zur Veröffentlichung zur Verfügung steht, wurde in einer Cloud Speicherplatz eingerichtet, auf den alle Teilnehmer zugreifen und ihre Bilder hochladen konnten. Die Sortierung der Bilder in der Cloud hat Marc Wingefeld übernommen.

Tag 1 – Von Alsfeld nach Fuldatal

Endlich geht es los! Bevor der Staffellauf jedoch am Samstag starten konnte, haben sich alle Teilnehmer am Freitagnachmittag beim Sportheim des TSV Lingelbach getroffen, um den Anhänger und die Busse zu beladen. Außerdem gab es noch letzte Informationen zur Läufereinteilung und zum Tagesablauf.

Am Samstag, 23. Mai 2026 war es nach über einem Jahr der Planung und Vorbereitung endlich so weit. Ab 5.50 Uhr trafen nach und nach alle Teilnehmer und ein paar Interessierte auf dem Marktplatz in Alsfeld ein.

Darunter auch der Bürgermeister der Stadt Alsfeld, Stephan Paule, der es sich trotz ausgiebiger Eröffnung des Alsfelder Pfingstmarktes am Vorabend nicht hat nehmen lassen, die Läufer zu verabschieden. In einer kurzen Ansprache wünschte er allen einen reibungslosen Verlauf und eine aufregende Woche mit vielen tollen Eindrücken.

Nach den obligatorischen Bildern der gesamten Gruppe vor dem Rathaus ging es pünktlich um 6.15 Uhr auf das erste Teilstück, das als Prolog von allen Teilnehmern gemeinsam zurückgelegt wurde.

Nach gut einem Kilometer war der Aldi-Parkplatz erreicht, wo die meisten Teilnehmer in die wartenden Busse eingestiegen sind. Doris Gischler und Gertrud Kreuter sind indes weitergelaufen, begleitet von Axel Wiederstein und Sandra Erdmann auf den Fahrrädern. Trotz kurzer Stopps zum Bildermachen kamen die beiden auf die Minute genau am ersten Wechselpunkt an. An der Landstraße bei Heidelbach fand die erste Übergabe der Staffelplakette statt. Und so zog der Tross weiter.

Die gemeinsame Mittagsrast fand auf dem Parkplatz des Braunkohlemuseums in Borken statt. Nach einer halbstündigen Pause für die beiden Radbegleiter wurden die Nachmittagsetappen in Angriff genommen. Die Sonne meinte es gut mit uns an diesem Tag und schickte unerbittlich ihre strahlenden Grüße vom blauen Himmel. Die Hitze sollte uns auch die nächsten Tage noch zu schaffen machen.

Die letzte Laufetappe des Tages endete bei der Reinhardswaldschule in Fuldatal, direkt an der Fulda. Gegen 19.30 Uhr kamen die beiden Läufer dort an. Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Hotel in Kassel. Am ersten Tag hat schon einmal alles gut geklappt.

Tag 2 – Von Fuldatal nach Freden

Obwohl das Essen am Vorabend erst sehr spät beendet war, ging es am Sonntag für die ersten beiden Läuferpaare und die Radbegleitung sehr früh los. Um 5.30 Uhr war Abfahrt beim Hotel nach Fuldatal. Dort wurde nahtlos an das Ende des Vortages angeschlossen. Nach dem zweiten Wechsel kurz hinter Hannoversch-Münden konnten die ersten vier Läufer wieder zurück zum Hotel fahren. Nach der Dusche und einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Rest der Busbesatzung dann zur Mittagsrast in Holtensen. Hier haben sich erstmals an diesem Tag alle Teilnehmer gesehen.

Die Staffelplakette wurde von der Walkinggruppe jubelnd bis hierher getragen. Wie am Vortag ging es nach einer halbstündigen Pause weiter. Die letzte Etappe des Tages endete direkt bei dem ursprünglich vorgesehenen Hotel in Freden. Nach Anblick des Hauses waren alle Anwesenden froh darüber, dass wir auf ein anderes Haus ausweichen mussten. Die ersten 206 Kilometer waren geschafft.

Tag 3 – Von Freden nach Schwarmstedt

Wie am Vortag war um 5.30 Uhr die Abfahrt des Busses mit den ersten beiden Läuferpaaren und der Radbegleitung. Um 6.00 Uhr setzten sich die ersten beiden Läufer in Freden in Bewegung. Mittlerweile war schon etwas Routine im Tagesablauf eingekehrt. Die Strecke bis zur Mittagsrast in Memmingen war im Vorfeld ohnehin als unproblematisch eingeordnet worden.

Sorgen haben bei der Planung hingegen die erste Etappe nach der Mittagspause bereitet. Führte dieses Teilstück doch am Ufer des Maschsees und am Rathaus vorbei quer durch die Innenstadt von Hannover. Und das an einem Feiertag, Pfingstmontag zur Mittagszeit. Aber die Bedenken waren umsonst. Trotz einer Veranstaltung am Ufer des Maschsees mit sehr vielen Besuchern und Spaziergängern verlief auch diese Etappe reibungslos. Für die drei Läufer und die beiden Radbegleiter war es jedoch ein tolles Erlebnis, von dem sie noch lange erzählt haben.

Die letzte Etappe des Tages endete direkt beim Hotel in Schwarmstedt, wo die letzten beiden Walker von der gesamten Gruppe empfangen wurden.

Die letzte Gruppe kommt zum Tagesziel.

Tag 4 – Von Schwarmstedt nach Harsefeld

Heute war vor dem Start der ersten Etappe kein Bustransfer erforderlich. Folglich fanden sich um kurz vor 6.00 Uhr nur die beiden Startläufer und die Radbegleitung auf dem Parkplatz hinter dem Hotel ein. Das zweite Läuferpaar sollte später mit dem Bus zum ersten Wechselpunkt kommen und konnte etwas länger schlafen.

Zur Mittagsrast in Brockel wurde erstmals der mitgeführte kleine Holzkohlegrill zum Einsatz gebracht. Nach der bisher üblichen Kaltverpflegung an den drei Tagen davor eine echte Abwechslung – zumindest für diejenigen, die nicht direkt nach der Pause laufen mussten.

Ein Teilstück der Strecke hinter Groß Ippensen führte entlang einer stark befahrenen Landstraße. Bis zum nächsten Radweg mussten ca. vier Kilometer überbrückt werden. Auf diesem Teilstück waren unsere Walker unterwegs. Zur Absicherung fuhr ein Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage hinter der Gruppe und signalisierte dem nachfolgenden Verkehr durch Handzeichen, wenn überholt werden konnte oder auch nicht, ohne die Gruppe zu gefährden. Einem AMG-Fahrer ging das alles zu langsam. Trotz entsprechender Handzeichen setzte er zum Überholen an und musste sich wegen Gegenverkehrs direkt hinter dem Bus in die Walkinggruppe drängen. Eine nicht gerade ungefährliche Situation, bei der glücklicherweise nichts passiert ist. Als er endlich wieder auf die Gegenfahrbahn konnte, ließ er seine PS spielen und raste davon. Weg war er. Aber nur kurz. Denn wenige Minuten später kam er uns auf der Gegenfahrbahn entgegen und hielt am Straßenrand. Er stieg aus und filmte mit seinem Handy unsere Gruppe. Auf gleicher Höhe angekommen machte er seinen Unmut über die „Behinderung“ lautstark Luft. Er kündigte an zur Polizei gehen zu wollen, um Anzeige zu erstatten, weshalb auch immer. Wir haben jedenfalls nichts mehr von ihm gehört. Solche Menschen gibt es in Deutschland – leider immer mehr.

Die letzte Etappe am Dienstag endete auch wieder direkt beim Hotel in Harsefeld. Wieder kamen alle zusammen, um die letzten beiden Walker am Ziel mit lautem Applaus zu empfangen. In Anbetracht der nunmehr seit vier Tagen sehr hohen Temperaturen fand das bereitgehaltene Kaltgetränk freudige Abnehmer.

Mit 406 Kilometer bis hierher waren fast zwei Drittel der gesamten Strecke geschafft.

Tag 5 – Von Harsefeld nach Heide (Holstein)

Der Streckenverlauf am Mittwoch hat dem Orga-Team bei der Planung schon viel Kopfzerbrechen bereitet. Trotz aller Überlegungen waren an diesem Tag dennoch einige Probleme zu meistern.

Die erste Hürde war die Überquerung der Elbe mit der Fähre von Wischhafen nach Glückstadt. Hier hatten wir vorsorglich keinen nahtlosen Wechsel vorgesehen. Vielmehr sollte ein Läuferpaar vorzeitig auf die andere Elbseite übersetzen und dort die Etappe beginnen, unabhängig von der Ankunft der vorherigen Läufer. Das war auch gut so. Die Probleme fingen nämlich schon vorher an.

Wechselpunkt an der Elbe.

Der Bus mit den Läufern für die Etappe nach Wischhafen wartete nicht am vereinbarten Wechselpunkt beim Ruthenstrom-Sperrwerk, sondern war circa zwei Kilometer zu weit gefahren. Als die Läufer am vorgesehenen Wechselpunkt ankamen, war die Ablösung nicht vor Ort. Telefonisch wurde Kontakt aufgenommen und das weitere Vorgehen abgestimmt. Die beiden mussten letzten Endes zwei Kilometer zusätzlich laufen.

In der Zwischenzeit haben uns Radfahrer am „neuen“ Wechselpunkt darauf hingewiesen, dass die Klappbrücke Sperrwerk Wischhafener Süderelbe nicht passierbar ist. Wir hatten zwar ein kleines Hinweisschild am Radweg gesehen, dem aber für uns keine Bedeutung beigemessen. Nach Befragung der Radfahrer stand fest: das nächste Teilstück bis zur Fähre in Wischhafen konnte nicht gelaufen werden.

Die beiden vorgesehenen Läuferinnen sind mit dem Bus zur Fähre gefahren und haben am Nachmittag eine andere Gruppe auf ihrer Etappe begleitet. So haben auch sie an diesem Tag ein Teilstück gelaufen. Nicht auszudenken, wenn wir ohne den freundlichen Hinweis der Radfahrer erst bei der Klappbrücke gemerkt hätten, dass es nicht weiter geht.

Für die Läufer konnten wir reagieren. Aber was war mit unseren beiden Radbegleitern. Im Bus konnten sie nicht mitgenommen werden. Den Bus mit dem Anhänger zu dieser Stelle zu beordern wäre sehr umständlich gewesen und hätte den ganzen Zeitplan durcheinandergebracht. Der Bus mit dem Anhänger sollte nämlich schon auf der anderen Elbseite sein und die Mittagsrast vorbereiten. Also wurde auf die Schnelle eine Umfahrungsstrecke für die Radfahrer gesucht. Diese hatten bei der Umfahrung noch einmal Glück, da auf ihrer neuen Strecke gerade eine Brücke gesperrt wurde. Nach gutem Zureden wurden die beiden Radfahrer aber von den Bauarbeitern doch noch über die Brücke gelassen. Die beiden konnten letzten Endes sogar noch eine Fähre früher nehmen wie die letzten beiden Busse. Die standen nämlich im Stau vor dem Fähranleger.

Wieder musste der Plan geändert werden. Der Bus mit dem Anhänger wurde einen Wechselpunkt weiter dirigiert, um dort die Mittagsrast vorzubereiten. Das Läuferpaar, das nach der Mittagsrast starten sollte, musste dann eben vor der Pause seine Strecke absolvieren. Der Bus mit den beiden kam gerade noch rechtzeitig an, damit sie planmäßig starten konnten. An diesem Tag gab es für die Radbegleitung keine Mittagspause, denn kaum waren sie am Wechselpunkt angekommen, ging es auch schon wieder weiter. Wir waren wieder im Zeitplan.

Nach der Mittagsrast sollte es dann auch entspannt weitergehen – dachten wir. Zumindest die Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals mit der Fähre bei Brunsbüttel funktionierte ohne größeren Zeitverlust. Aber dann kam es wieder anders.

Nach und nach mussten wir feststellen, dass bei zwei Baustellen die geplante Strecke für den Verkehr gesperrt war. Alternativrouten mussten vor Ort erkundet werden. Diese führten entweder ohne Radwege direkt am Rand von Landstraßen entlang oder bedeuteten einen großen Umweg. Beides für uns nicht machbar. Also schauen, ob die Baustellen doch passiert werden konnten. Nach Schilderung unseres Staffellaufs und entsprechenden Erläuterungen haben die Bauarbeiter zugestimmt und die Läufer konnten die Baustellen passieren. Es gibt halt noch aufgeschlossene und freundliche Menschen in Deutschland.

Als dann abends die letzte Gruppe das Hotel erreicht hat waren alle froh, die zahlreichen Herausforderungen dieses Tages gemeistert zu haben.

Tag 6 – Von Heide (Holstein) nach Niebüll

Nach den Herausforderungen des Vortages verlief der Donnerstag nahezu planmäßig. Alle Wechselpunkte wurden erreicht, und die Mittagspause konnte wie vorgesehen in Strukum durchgeführt werden. Auf einem Parkplatz einer geschlossenen Pizzeria wurde der Grill wieder angeworfen. Welch eine entspannte Pause nach der Hektik des Vortages.

Wohlverdiente Pause nach der Etappe

Erst am Abend trat ein kleines Problem auf. Die Zufahrt zum geplanten Endpunkt der letzten Tagesetappe war gesperrt. So wurde kurzfristig der Endpunkt auf die andere Seite des Hindenburgdammes verlegt. Dort haben sich an einem kleinen Parkplatz am Rickelsbüller-Koog alle drei Busse mit sämtlichen Teilnehmern eingefunden und auf das letzte Läuferpaar des Tages gewartet. Als die beiden den letzten Anstieg auf einem Feldweg in Angriff genommen haben, wurden sie mit lautem Jubel empfangen. Das Ende unserer Laufstrecke auf dem Festland war erreicht. Nebenan fuhren die Züge von und nach Sylt. Am Horizont konnte man die Insel schon erkennen. Morgen würden wir in einem dieser Züge auf die Insel fahren.

Tag 7 – Sylt

Dieser Tag hat nicht mit Laufen angefangen. Zunächst mussten alle mit den drei Bussen mit dem Shuttlezug von Niebüll nach Westerland fahren. Die beiden Begleitfahrräder wurden auf einem Fahrradträger von einem der Busse transportiert. Für viele war es der erste Besuch auf der Insel. Umso spannender stellte sich die Frage, wie das mit der Autoverladung abläuft. Dank seiner zigfachen Erfahrung hat uns Marc Wingefeld durch die zahlreichen Fahrspuren des Terminals in Niebüll geführt. So kamen wir problemlos auf den Zug. Das Verlassen des Zuges verlief genauso problemlos. Anschließend konnten wir als kleiner Konvoi zum Startpunkt in Morsum-Hiir fahren. Näher an das Festland kann man auf öffentlich zugänglichen Straßen nicht fahren. Bei einem kleinen Hofgut angekommen, wurden zunächst die Begleiträder startklar gemacht. Die Stimmung war gelöst, das Ziel greifbar nahe.

Anders als an den Tagen davor sollten die letzten vier Etappen nicht von einzelnen Läuferpaaren angegangen werden. Heute sollten die eingeteilten Leistungsgruppen gemeinsam jeweils eine Etappe bewältigen.

Den Beginn machte unsere Frauengruppe. Sie durften die ersten sieben Kilometer auf Sylt zurücklegen.

In Keitum haben sie die Staffelplakette an unsere „Rennpferde“ übergeben. Die kamen nach gut sieben Kilometern in Kampen zum Wechselpunkt. Für den letzten Wechsel haben sie sich unterwegs etwas besonderes ausgedacht. Mit einem Marschgesang unter der Leitung von Drillsergeant Ralf Gischler legte die Gruppe die letzten Meter zurück.

Nach Übernahme der Staffelplakette ging es für die mittlere Leistungsgruppe auf die Strecke, die sie durch die Dünenlandschaft immer weiter nach Norden führte. Auf dem Radweg war viel Betrieb und die Gruppe konnte fast nur hintereinander laufen. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, sich für den letzten Wechsel auch etwas Besonderes einfallen zu lassen. Die letzten hundert Meter bis zum Wechselpunkt wurden in wechselnder Formation gelaufen. Die Radfahrer dahinter mussten sich etwas gedulden.

Der allerletzte Wechsel bei unserem Staffellauf nach Sylt fand bei einer Bushaltestelle bei List-Blidsel statt. Ab hier haben die Walker die Staffelplakette übernommen. Diese haben sie bis zum Ellenbogen am Nordende der Insel getragen.

Auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe des nördlichsten Punktes haben alle auf die Walkinggruppe gewartet. Schon früh waren sie in der Ferne mit ihren blauen T-Shirts zu erkennen. Und für die letzten Meter bis zum Parkplatz haben sie zur Melodie von „An Tagen wie diesem“ einen selbst ausgedachten Text zum Syltlauf gesungen. Der Refrain ist absolut passend an einem Tag wie diesem mit dem Erreichen des vorläufigen Ziels.

Um 13.00 Uhr war die letzte Etappe beendet. Wir haben mehr als 650 Kilometer von Alsfeld bis hierher laufend bzw. walkend zurückgelegt.

Nach einer kleinen Pause ging es durch die Dünen und entlang des Strandes gemeinsam zum endgültigen Ziel, dem nördlichsten Punkt Deutschlands. Viele Bilder wurden gemacht und auf das erreichte mit einem Schluck Sekt angestoßen. Ein paar Unentwegte haben es sich nicht nehmen lassen, trotz der frischen Wassertemperaturen für eine Abkühlung in die Nordsee zu „springen“.

Alle am Ziel angekommen.

Gruppenbild am nördlichsten Punkt Deutschlands

Zurück am Parkplatz blieb dann noch etwas Zeit, die Insel zu erkunden. Hierzu haben die erfahrenen Inselfahrer Tipps und Ratschläge gegeben. Wo wir auch hingekommen sind, die blauen T-Shirts sind aufgefallen.

Die Rückfahrt mit des Shuttlezug auf das Festland am späten Nachmittag verlief genauso reibungslos wie die Hinfahrt am Morgen. Zurück im Hotel wartete noch ein ganz besonderer Abend auf die Teilnehmer. Für uns war ein separater Raum reserviert, in dem es auch etwas ausgelassener zugehen konnte. Und so sollte es auch werden.

Nach dem Essen folgte die „Siegerehrung“. Moderiert von Axel Wiederstein und Reiner Kreuter wurde jedem Teilnehmer einzeln eine Replik der Staffelplakette überreicht. Dabei wurde zu jedem ein paar persönliche Sätze mit Begebenheiten im Laufe der letzten Tage erzählt und die Plakette unter dem Applaus der anderen feierlich umgehängt. Der krönende Abschluss eines großen Lauferlebnisses, das keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird.

Das Seviceteam

Das Serviecteam

Von links: Sandra Erdmann, Axel Wiederstein, Diana Krug und Marianne Weißmüller

Die Walkinggruppe

Gruppe der Walker.

Vorne (von links): Dagmar Steuernagel, Monika Kornmann, Viola Braun Hinten: Wolfgang Reichelt, Hans-Gerd Berger, Bernd Wettlaufer
es fehlt: Peter Stiebing

Leistungsgruppe III

Leistungsgruppe III

Von links: Andrea Zick, Gertrud Kreuter, Doris Gischler, Friederike Klinke und Sabine Seim

Leistungsgruppe II

Von links: Jessy Lange, Dirk Oppermann, Franziska Lippert, Reiner Kreuter, Marc Wingefeld und Mario Krug

Leistungsgruppe I

Leistungsgruppe I

Von links: Benjamin Gonther, Oswin Hacke, Ralf Gischler und Frank Erdmann


Tag 8 – Heimfahrt

Nach dem Frühstück am Samstag hieß es Abschied nehmen. Abschied vom Norden, aber auch Abschied von Diana und Mario Krug. Die beiden haben die Gelegenheit genutzt und noch eine Woche Urlaub auf Sylt drangehängt. Peter Stiebing war bereits am Vortag auf der Insel geblieben, wo er zusammen mit seiner nachgereisten Frau ebenfalls Urlaub angehängt hat. Für alle anderen ging es wieder Richtung Heimat.

Mit dem üblichen Stau vor dem Elbtunnel in Hamburg und einem kleinen Stau, der gut umfahren werden konnte, sind wir gegen 18.00 Uhr in Lingelbach angekommen. Die Busse und der Anhänger mussten entladen und der ein oder andere Gegenstand seinem Besitzer zugeordnet werden. In geselliger Runde ging der Tag zu Ende und damit auch für alle eine tolle, erlebnisreiche Woche.

Resümee

Wieder zurück in der Heimat waren alle stolz, es geschafft zu haben. Diese Woche war ein tolles Erlebnis, bei dem wir alle sehr viel Spaß hatten. Die täglich wechselnde Besetzung der Busse und die Läufereinteilung unter dem Motto „jeder mit jedem innerhalb der Leistungsgruppen“ brachten abwechslungsreiche Tage mit sich. Die gemeinsam verbrachte Zeit, egal ob aktiv oder passiv wartend im Bus, aber auch bei den gemeinsamen Essen hat dazu geführt, dass wir uns alle besser kennengelernt haben. Dies war umso erfreulicher, als im Vorfeld noch nicht alle Teilnehmer untereinander bekannt waren.

Trotz der großen Hitze haben alle ihre vorgesehenen Etappen bewältigt. Keiner wollte das gemeinsame Ziel gefährden. Brauchte eine Gruppe etwas länger für ihre Etappe hat sich das im Laufe des Tages durch andere Gruppen immer wieder ausgeglichen. Am Ende des Tages waren wir fast immer zu geplanten Zeit am Etappenziel. Noch wichtiger als die Zeit ist jedoch, dass alle Teilnehmer das Ziel auf Sylt gesund erreicht haben.

Bemerkenswert war die Woche auch unter einem anderen Gesichtspunkt. Wir waren eine bunt gemischte Gruppe: Läufer, Walker, Radfahrer und eine Begleitperson, die ausschließlich einen Bus gefahren hat. Insgesamt 26 Personen (8 Frauen, 8 Männer und 5 Paare) in einem Alter zwischen 40 und fast 80 Jahren. Gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung haben uns soweit gebracht.

EIN TEAM – EINE STRECKE – EIN ZIEL

Schön war’s 🤗

PS:

Mittlerweile kam von dem einen oder anderen der Wunsch auf, einen weiteren Staffellauf in Angriff zu nehmen. Das Ziel wurde schon genannt: der östlichste Punkt Deutschlands. Der liegt in der Nähe von Görlitz an der polnischen Grenze. Warten wir erst einmal ab, bis sich die Euphorie gelegt hat und fragen in einem Jahr mal nach dem Interesse.